Geschichtliches
Die Anfänge
Im Jahr 1913 war das Deutsche Reich auf der intensiven Suche nach einem Trainingsgelände für seine Luftschiffbesatzungen. Dies sollte möglichst in der Nähe der Zeppelin Werke sein.
Nachdem man in der Gegend von Löwental fündig geworden war, errichtete man 1915 eine grosse Luftschiffhalle. Der Flugplatz wurde zum Kriegsluftschiffhafen erklärt und die Jungfernfahrt des ersten gefertigten Luftschiffes war die Geburtsstunde des Flughafen Friedrichshafen (es sollten ingesamt 21 Zeppeline gefertigt werden). Der Unternehmer Theodor Kober produzierte während des ersten Weltkrieges verschiedene Flugzeuge in der Nähe des Bodensees und benutze den Flughafen Friedrichshafen als Testgelände. Auch errichtete er die erste Startbahn und einen eigenen Flugzeughangar.
Dornier und Lufthansa
1924 mietete die Firma Dornier Teile des Flughafengeländes und im Jahr 1928 gründeten die Dornier Metallbauten gemeinsam der der Stadt die Flughafen Friedrichshafen GmbH. Gleichzeitig wurde eine neue, moderne Flugzeughalle errichtet.
Erste Linienflüge wurden im folgenden Jahr von der Lufthansa (Hamburg, Hannover, Frankfurt, Stuttgart) durchgeführt, welche erst wieder zu Beginn des zweiten Weltkrieges eingestellt werden.
2. Weltkrieg
Während dieser Zeit war das Jagdgeschwader 51 "Mölders" mit der Me 109 E am Flughafen statioiert. Es wurde eine 1000 Meter lange Startbahn aus Beton angelegt (ursprünglich waren 2400 Meter Länge geplant). Die Luftschiffhalle wurde 1943 abgebrochen und in das Zeppelin-Werfgelände verlegt.
Nach dem 2. Weltkrieg
Die Start- und Landebahn war durch Bombardierungen zerstört und musste, neben den Hangars und Gebäuden, wieder in Stand gesetzt werden. Dies erfolgte durch die französische Armee, welche das Gelände nach 1945 in Beschlag nahm. Die Landebahn wurde in den folgenden Jahren erweitert (2356 Meter lang und 45 Meter breit) und zahlreiche Gebäude hinzugefügt, wie z.b. 1988 das neue Terminalgebäude. Im Jahr 1992 dann wurde das Gelände von der Französischen Armee wieder an die Bundesrepublik Deutschland übergeben.
Die Gründung des Luftsportclubs Friedrichshafen, kurz LSC, leitete die Ära der zivilen Nutzung ein. Erste planmäßige Linienflüge durch den Bodensee-Flugdienst blieben aber zuerst noch erfolglos.
1978 kann nun die neugegründete "Delta Air" einen ersten, erfolgreichen Linienverkehr nach Stuttgart und Zürich einführen. 1989 dann führte die Condor erste Charterflüge nach Kreta und Mallorca durch.
Ein neues Zeitalter beginnt
1994 wurde die Landepiste erneuert, neue Rollwege angelegt und das Gelände modernisiert (Direkter Bahnanschluss sowie Installation eines Instrumentenlandesystems). Die Bundesrepublik Deutschland verkaufte das Areal an die private Flughafen Friedrichshafen GmbH und der reguläre Linienbetrieb am Bodensee Airport wurde aufgenommen. (Am 24. August 1994 wurde die Zulassung als "Verkehrsflughafen" erteilt)
1995 wurde eine neue Wartungshalle erbaut um den Anforderungen für die Flugzeugtypen Boeing 737 und Saab 2000 gerecht zu werden.
Immer grösseren Zulauf findet die Europas grösste zivile Luftfahrtsmesse "Aero", die seit 1987 im 2-Jahresrythmus stattfindet. Seit 2009 nun findet diese Messe nun jährlich auf dem Flughafen-, sowie auf dem neu erbauten Messegelände, statt.
